Soziales

Dr. Josef Rieger Stiftung

Josef Rieger wurde am 26.03.1909 in Hall in Tirol geboren. In Innsbruck absolvierte er das Studium der Rechtswissenschaften (Promotion 1935) und trat nach Abschluss des Gerichtsjahres in den Tiroler Landesdienst ein.

Während des zweiten Weltkrieges war er in Innsbruck und in Berlin. Nach Ende des Krieges wurde er 1948 vom Land Tirol nach Wien „entsandt“, wo er im damaligen Unterrichtsministerium als Tiroler – über alle Besatzungszonen hinweg – eine starke Position aufbaute. 1954 wurde er Leiter des Kultusamtes. Seine Stelle in Wien nützte er auch, um für Südtirol unermüdlich die Stimme zu erheben. Nachdem Österreich nach 1955 wieder voll handlungsfähig war, baute er im Unterrichtsministerium die Südtirol-Abteilung auf, die bis heute den kulturellen Zusammenhang des südlichen Tirols mit Österreich pflegt und zum Ausdruck bringt.

Seine engen Kontakte zu Tirol und sein unermüdliches Wirken brachte ihm schließlich die Bezeichnung „Botschafter Tirols in Wien“ ein.
Dr. Rieger machte es sich zur Aufgabe, für sozial bedürftige Studenten Stipendien zu geben. Er setzte sich auch besonders stark für das Stipendienwesen von Südtiroler Hochschülern in Österreich ein.

Er war zeitlebens um das Wohlergehen der Tiroler Studenten in Wien sehr bemüht.
Dr. Rieger war Obmann des gemeinnützigen „Vereins Jungtirolerhilfe Wien“ und der Begründer des Tiroler Studentenheimes in Wien.
Sektionschef Dr. Rieger erhielt zahlreiche Auszeichnungen. So wurde er mit dem Ehrenzeichen des Landes Tirol, mit dem silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet, er wurde Kommandeur mit Stern des päpstlichen Gregoriusordens, Ehrensenator der Universität Innsbruck und „Bene Merito“ der österreichischen Akademie der Wissenschaften .

Am 16.6.1988 verstarb Sektionschef Dr. Josef Rieger im Alter von 79 Jahren. Sein „Vermächtnis“ ist die von seiner Witwe 1990 ins Leben gerufene Dr. Josef Rieger-Stiftung. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur sozial bedürftige Studentinnen und Studenten, sondern auch jene, die ihr Studium unter besonders schwierigen und belastenden Bedingungen betreiben, zu unterstützen, sowie auch solche, die besonders bemerkenswerte Studienleistungen erbringen.

Damit findet das Lebenswerk dieses der studierenden Jugend so verbundenen großen Tirolers über seinen Tod hinaus seine würdige Fortsetzung.

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